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Presseartikel

Stille Demo: 13.000 Stühle vor dem Reichstagsgebäude in Berlin

10.9.2020

13.000 Stühle #LeaveNoOneBehind – Seawatch hat 13.000 Stühle vor dem Berlinder Reichstagsgebäude aufgestellt, stellvertretend für die Flüchtenden im Camp Moria. Solidarität darf kein leerer Begriff bleiben, die EU, Deutschland muss jetzt handeln, evakuiert jetzt!

imago images / A. Friedrichs

Presseartikel NEB 4.8.2020

5.8.2020

Bei unserem Info-Auftritt vor dem Kirchheimer Rathaus bekamen wir durch Besuche interessierter Menschen und Solidaritäts-Initiative knapp 100 Schuhe gestellt. Auch die Lokalpresse hat uns besucht und einen Zeitungsartikel veröffetnlicht.​

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Sa, 1.8.20  9-12 Uhr Rathausplatz Kirchheim a.N.

Info-Stand zur Seenotrettung mit Solidaritäts-Aktion für Menschen auf der Flucht

19.07.2020

Zusammenhänge zum Thema Flucht können komplex sein, die Aussage zur Seenotrettung dagegen ist einfach: 

 

Man lässt keinen Menschen ertrinken. Punkt. 

 

Wir laden herzlich zur Begegnung an unserem Infotreff auf dem Kirchheimer Rathausplatz am 1.8.2020 von 9-12 Uhr ein – und freuen uns, wenn sich viele Menschen an der Solidaritäts-Aktion beteiligen. 

 

Bringt einfach ein Paar eurer Schuhe ab 8.30 Uhr an den Rathausplatz und holt sie um 12 Uhr wieder dort ab. Eure Schuhe geben stellvertretend für euch zum Ausdruck, dass ihr helfen und handeln möchtet – ein sichtbares Zeichen der Empathie, Solidarität und Nächstenliebe.

Das Bündnis wird zur Ortsgruppe

19.7.2020

Bei einem gemeinsamen Treffen am 9. Juli haben sich die Mitglieder des Bündnis Sicherer Hafen Kirchheim dazu entschieden, eine Ortsgruppe der Seebrücke zu bilden. 

Die Anbindung an eine große und überregional agierende Organisation bietet aus unserer Sicht einige Vorteile. Aus der Vernetzung mit anderen Ortsgruppen können wir viele gute Ideen gewinnen, wie wir die Situation der geflüchteten Menschen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen können. Über die Dachorganisation ist es viel leichter möglich an Informationen und Material zu gelangen und Referenten zu gewinnen. Und zu guter Letzt ist es ein tolles Gefühl, Teil einer deutschlandweiten Bewegung zu sein, die stetig wächst und unseren Vorstellungen und Idealen so nahe ist.

So ist das Bündnis zwar Geschichte, doch die Zukunft gehört der Ortsgruppe. Wir freuen uns darauf.

01.06.2020

Bei allen Sorgen und Nöten, die uns in dieser Corona Zeit zu schaffen machen, möchten wir in regelmäßigen Abständen auf die Situation der auf der Flucht befindenden Menschen aufmerksam machen. Wir möchten dies tun ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Moralappelle, rein zur Information und in der Hoffnung, dass sich die eine oder der andere angesprochen fühlen.

Heute zitieren wir einen Text der Crew der See-Watch, eines zivilen Rettungsschiffes, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Menschen in Seenot zu lokalisieren und an Bord zu nehmen und in einem sicheren Hafen zu bringen.

Die Crew schreibt unter der Überschrift "Worte sind wertlos, wenn keine Taten folgen" folgende Zeilen:

 

"Auch im letzten Jahr sind erneut über 1.800 Menschen ertrunken - Hunderte werden vermisst. Worte können das tragische Schicksal dieser Menschenleben nicht beschreiben. Das Schlimmste daran: Ihr Tod und ihr Leid waren vermeidbar.

Das gesamte Ausmaß der humanitären Katastrophe im Mittelmeer wird vermutlich nie bekannt werden. An den Grenzen Europas spielt sich eine Tragödie ab, die eine ganz andere Geschichte darüber erzählt, wofür Europa stehen will.

Wir dürfen nicht zulassen, dass aus den Traumata der Menschen reine Statistiken werden. Sie sind echte Menschen, wie Du und ich, mit Träumen und Hoffnungen, Familien und Geschichten, Ängsten und Sorgen, und einem unbändigen Willen, zu überleben. Sie sind stark, denn sie sind bis hierhergekommen, aber viele sterben auf der Flucht oder werden zu Waisen gemacht. Wer flieht hat keine Wahl. 

Worte sind wertlos, wenn keine Taten folgen. Stellen wir uns den Herausforderungen"

 

Soweit der Text der See-Watch-Crew. Wir planen als Bündnis in der Nach-Corona-Zeit eine Ausstellung im Kirchheimer Rathaus rund um das Thema Flucht und Seenotrettung. Seien Sie gespannt darauf, wir informieren Sie an dieser Stelle rechtzeitig über alle Neuigkeiten.

Man lässt keinen Menschen ertrinken

Hilfe für Menschen auf der Flucht – jetzt!

18.05.2020

Corona dominiert den Alltag. Gleichzeitig dreht sich die Welt weiter. Fluchtursachen durch Krieg, Gewalt, Hunger und Klima nehmen zu. Menschen auf der Flucht leiden weiterhin Not, sind von Krankheit und Tod bedroht – in Europas Hoheitsgewässern und Mitgliedsstaaten. All dies ist dokumentiert und aufgezeichnet von NGOs wie „Seawatch“ und „Ärzte ohne Grenzen“ (hier zum Video). Die Regierungen der EU müssten handeln, denn Gesetzgebung, Menschenrechte und unser Werte-Fundament gebieten genau dieses – es passiert jedoch viel zu wenig. 

 

Weiterhin sitzen rund 20.000 Menschen im Lager Moria auf Lesbos fest, ohne Zugang zu medizinischer Grundversorgung. Ein Ausbruch von COVID-19 auf der Insel wäre für die Bewohner*innen der Camps eine Katastrophe. Während in Deutschland die Aufnahme einiger Dutzend Kinder aus griechischen Lagern als Erfolg gefeiert wird, verbleiben immer noch rund 20.000 Menschen allein im Lager Moria, das ursprünglich für 3.000 Personen ausgelegt war. Im Mittelmeer werden zivile Seenot-Rettungsschiffe von Behörden in Malta, Italien und Spanien am Auslaufen gehindert. 

 

Das Bündnis Sicherer Hafen Kirchheim a.N. möchte auf diese Notstände aufmerksam und aktive Beteiligung möglich machen. Mit folgendem Link (QR-Code im Bild scannen) können Mitglieder des Deutschen Bundestags zum Handeln aufgefordert werden: 

https://action.leavenoonebehind2020.org/!/429K/

#LeaveNoOneBehind

03.05.2020

Wir sind das Bündnis Sicherer Hafen Kirchheim am Neckar – ins Leben gerufen kurz vor der Corona-Pandemie. Wir hatten uns auf Bürgerschaftsebene aus einer ersten Initiative im Juni 2019 zusammengefunden. Damals fand unter Mitwirkung des Flüchlingsdiakonats des Kirchenbezirks Besigheim ein Filmabend im Bönnigheimer Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde statt. Friedhold Ulonska, einer der Kapitäne der Zivilen Seenotrettungsboote im Mittelmeer, berichtete mit dem Dokumentarfilm „Die Mission der Lifeline" über die katastrophalen Verhältnisse der Flüchtenden auf dem lebensbedrohlichen Transit übers Meer.

 

An der Situation der Flüchtenden hat sich seither nichts geändert, höchstens verschärft. Die Flucht über das Meer findet in gleicher Anzahl statt wie vor Corona. Im Moment werden, wie auch schon in den Jahren zuvor geschehen, Seenot-Rettungsboote mit vorgeschobenen Verfügungen am Auslaufen gehindert. Auch das von der Ev. Landeskirche mitfinanzierte Aufklärungs-Flugzeug Sea-Eye wird an den Aufklärungsflügen behindert. Damit gibt es weniger Live-Filmaufnahmen von Ertrinkenden. Aber dennoch flüchten weiter Menschen und ertrinken, Tag für Tag. Sie werden nicht gerettet, wie es eigentlich festgeschriebenes Seerecht gebietet. Stattdessen wird wissentlich Seerecht und Menschenrecht gebrochen. Und zwar nicht von Ländern mit fragwürdiger Staatsführung, sondern von uns, den Ländern der Europäischen Union.

 

Die Lager auf europäischem Gebiet in Griechenland werden sich selbst überlassen. Anstatt dass dort festgehaltenen Menschen aus Gründen der Humanität und des Gesundheitsschutzes evakuiert werden, sitzt man im EU-Parlament aufgrund eines fehlenden gemeinsamen Beschlusses das Desaster aus. Nur Luxemburg und Deutschland haben bisher gemeinsam 62 Kinder aus den Lagern geholt. All das ist Unrecht und widerspricht den Grundfesten unserer Werte- und Gesellschaftsordnung, die uns hier in Deutschland eine so privilegiertes Dasein möglich macht. Das Bündnis Sicherer Hafen Kirchheim am Neckar möchte dieses Privileg den Flüchtenden weitergeben. Wir möchten Menschen auf der Flucht helfen und ihnen einen Sicheren Hafen anbieten, mit dem Anrecht auf eine menschliche Unterbringung und Versorgung und dem Recht auf ein Asylverfahren.

 

Deshalb möchten wir Kirchheim am Neckar symbolisch und hoffentlich auch praktisch zum Sicheren Hafen machen. Das wäre zunächst einmal eine offizielle Solidaritätserklärung für flüchtende Menschen, ohne weitere Verpflichtung. Und wir finden, dass diese Erklärung jederzeit Geltung hat, auch oder besonders in Zeiten wie diesen, in denen wir alle merken wie angreifbar wir Menschen sind und wie sehr uns diese Fragilität einen sollte. Auf folgenden Websites gibt es mehr Infos zur Aktion "Seebrücke" und "Sicherer Hafen":

 

seebruecke.org

united4rescue.com

 

Es geht dabei an erster Stelle um Solidarität unter uns Menschen, um Hilfe, Nächstenliebe, um Empathie – grenzüberschreitend. Eine Stadt, eine Gemeinde muss nicht am Meer liegen, um einen sicheren Hafen zu bieten. In ganz Deutschland gibt es bereits über 144 Orte, viele davon in Baden- Württemberg, die sich zu sicheren Häfen erklärt haben und damit dem gleichnamigen Bündnis per Ratsbeschluss beigetreten sind. Das wünschen wir uns auch für Kirchheim am Neckar. Die Sprecher des Bündnisses Stephan Hennig und Götz Schwarzkopf und das Flüchtlingsdiakonat des Ev. Kirchenbezirks Besigheim freuen sich über Unterstützung (Kontakt: Tel. 071343 891423, Büro facedesign).

Die Sprecher der Seebrücke-Ortsgruppe Kirchheim a.N.

Stephan Hennig und Götz Schwarzkopf

und das Flüchtlingsdiakonat des Ev. Kirchenbezirks Besigheim

freuen sich über Unterstützung

E-Mail: kirchheim-neckar@seebruecke.org

Seebrücke-Ortsgruppe Kirchheim a.N. ist eine Ortsgruppe der Dachorganisation „Seebrücke“

https://seebruecke.org